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Tony Sheridan
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Anthony Esmond Sheridan McGinnity war der Sohn eines Iren

und einer Engländerin. Er wuchs unter dem Einfluss

klassischer Musik auf und erlernte früh das Geigenspiel.

Als kunstbegabter Schüler wechselte er vom Gymnasium

auf die Norwich Arts School und tauschte als Teenager die

Geige mit der Gitarre. 1956 gründete er seine erste Skiffle-

Gruppe The Saints, mit der es ihn 1957 nach London verschlug.

Dort wurde Tony Sheridan innerhalb kurzer Zeit ein gefragter

Gastmusiker. Er begleitete unter anderem Conway Twitty,

Gene Vincent und Eddie Cochran auf Tourneen, war von

Ende 1958 bis 1959 Gitarrist bei Vince Taylor & The Playboys

und erhielt in der von Jack Goode moderierten Fernsehshow

Oh Boy bei der englischen BBC als erster Musiker die Möglichkeit, am 9. Mai 1959 mit einer E-Gitarre und Buddy-Holly-Songs live im Fernsehen aufzutreten. 1959 gründete er das Tony Sheridan Trio mit Brian Locking und Brian Bennett, die beide später bei Cliff Richards Begleitgruppe The Shadows landeten und ging als Begleitband der Eddie Cochran & Gene Vincent Rock ’n’ Roll-Show auf Tournee. Diese Tour endete mit dem tragischen Tod von Eddie Cochran.

Nach Hamburg verschlug es Tony Sheridan als Mitglied der Gruppe The Jets im Jahr 1960, wo sie im „Kaiserkeller“ auf der „Großen Freiheit“ auftraten. Mitglieder der Jets zog es wieder zurück nach England, während Tony Sheridan in Hamburg blieb und als Solosänger im Top Ten Club auf der Reeperbahn auftrat. Begleitet wurde er von verschiedenen Bands, zum Beispiel Gerry & the Pacemakers, doch die bekannteste Begleitgruppe waren ein paar junge Musiker aus Liverpool, die sich The Beatles nannten und damals noch zu fünft mit Stuart Sutcliffe am Bass und Pete Best am Schlagzeug auftraten. Die Beatles begleiteten Tony Sheridan nicht nur auf der Bühne, man wohnte auch monatelang zusammen und verbrachte einen Großteil der knappen Freizeit gemeinsam. Noch heute spricht Paul McCartney von Sheridan als dem „Teacher“, und George Harrison sowie John Lennon erlernten einige Techniken und Tricks auf der Gitarre von ihm. Unter der Leitung des Musikproduzenten Bert Kaempfert nahm Tony Sheridan 1961 für Polydor neun Titel mit den Beatles auf, die aufgrund eines Einwandes der Plattenfirma bei dieser Aufnahme als Beat Brothers in Erscheinung traten. Darunter war der Titel "My Bonnie", der Ende 1961 immerhin bis auf Platz 32 in der deutschen Hitparade kam und so den Erfolg der Beatles mitbegründete, da sich aufgrund der Nachfrage nach dieser Single der spätere Manager der Beatles, Brian Epstein, für die Gruppe zu interessieren begann.

Später wurde Tony Sheridan für diese LP eine Goldene Schallplatte für bis dahin über 1.000.000 verkaufte Exemplare verliehen.

In Sydney besuchte Sheridan die Familie seines schottischen Saxophonisten Alex Young. Die jüngeren Young-Brüder Angus und Malcolm bestürmten Sheridan, ihnen seinen Gitarrenstil stundenlang zu demonstrieren, was er gerne tat. Später gründeten sie die Band AC/DC.

Nachdem er zwischen 1960 und 1967 Auftritte in Deutschland, der Schweiz, Österreich, Frankreich, Israel, Australien, der Tschechoslowakei, Skandinavien, den Niederlanden, England und Irland absolviert hatte, ging er im August 1967 als US-Truppenbegleiter nach Vietnam. Nach seiner Rückkehr Ende 1969 wechselte Tony Sheridan auf „unplugged“-Musik. Er kam wieder nach Deutschland und tourte von da an durch Europa, lebte teilweise auch in London.  

In den 1970ern übernahm er die Moderation und Zusammenstellung der ersten Blues-Radiosendung im Norddeutschen Rundfunk (NDR 2) Blues am Dienstag, die erfolgreich lief und eine große Fangemeinde ansprach, vor allem in der DDR (ab 1986 folgten in der DDR sechs Tourneen auf Einladung der staatlichen Konzertagentur). 1972 nahm er, gemeinsam mit seiner damaligen Ehefrau Carole (Ex-Mitglied des englischen Vokal-Trios The Three Bells), die deutschsprachige Single "Ich glaub an dich" als deutsche Originalaufnahme ihres englischsprachigen Hit-Erfolges "I Believe In Love" auf. Mit diesem Titel waren sie u. a. in den Neuvorstellungen der 36. Ausgabe der ZDF-Hitparade vom 8. Juli 1972 vertreten.  

von Wikipedia gekürzt

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mit Chris Deschner im Go In 1988

A Requested 1980s Go-In Snapshot

I remember that Go-In audiences, especially in the early years, consisted mostly of students, many of whom were attracted predominantly by its offerings of German political cabaret and social critique in repertoires of the Bob Dylan/Pete Seeger variety of folk song.

Into this setup arrived one day in the 1980s the internationally well-known musician, Tony Sheridan, as guest musician to perform a set of his musical repertoire in the Go-In. Irritated by some inattentive talkers in the audience, instead of introducing his next piece of music he just said loudly and clearly into the microphone, “Genossinnen und Genossen” (comrades). This immediately caught the talkers’ attention, and into the ensuing silence Tony Sheridan said, “See, this is all it needs, music is irrelevant for you.” The talkers certainly got the message, but his approach…well, it lacked a little subtlety.

I heard of a rumour that at another folk venue Tony Sheridan addressed an inattentive audience in an even more confrontational manner, but this is only anecdotal and unrelated to his Go-In appearance. I doubt, however, that his methods are very effective for negotiating communication with disrespectful audiences.

We all have had problems at times with inattentive audiences. Olaf Block, who regularly appeared on the Go-In stage, once told his audience that their noise made his musical performance feel like when one is in the middle of trying to repair one’s car and someone comes by and keeps constantly taking one’s tools away.

I can certainly agree with his sentiment.

Having respect for each other goes a long way.

Rina Schiller

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