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GO-IN-BERLIN

Das GO-IN in Berlin mit seinen Künstlerinnen und Künstlern, Gruppen, Aktiven, Veranstaltungen und seiner ganzen Geschichte

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Was wollen wir?

Wir sammeln Bilder, Filme, Dokumente, Erinnerungen, Eindrücke aus dem Go-In in der Bleibtreustraße.

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Schickt uns Bilder und Texte, damit wir die Geschichte des Go-In schreiben können. Wenn ausreichend Erinnerungsstücke da sind, schreibt sie sich selbst.

der erste Tag

Wer hat ein Bild, einen Pressetext oder eine persönliche Erinnerung zum ersten Tag des Go-In? Wann war das denn?
Seit wir diese Website haben, kann man Go-In weningsten googlen. Warum gibt es keinen Wikipedia-Eintrag über das Go-In? Wissen 20-Jährige überhaupt etwas über das Go-In? Stimmt es, dass Peter Jahns (Bild) der erste auftretende Sänger war?

Ronald Spannekrebs schreibt uns, dass der Eröffnungstag der 2. März 1968 war.

Torsten Branden schreibt uns, dass u.a. Trio Schastroff, Peter Jahns, Klaus Hoffmann und Hannes Wader aufgetreten sind.

der letzte Tag

Regine Uhe

Das Datum der Meldung war der 4. August 1992, ein Dienstag, der letzte Tag wird also vermutlich der Freitag, der 31. Juli oder Sa. der 1. August gewesen sein.

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GO-IN-BERLIN

aus Leben mit Musik*

Erhardt Rothe

 

Das Programm hatte gerade begonnen, aber bereits im Eingang versperrten Leute die Sicht auf das, was einen erwartete, ganz zu schweigen von der in den Bühnenraum drängenden Masse, der man sich anschließen musste, wenn man nach der ersten Rechtskurve die eigentlichen Räumlichkeiten erreicht hatte. (…)

 

Die Musik kam von links, keine Möglichkeit, das Geschehen auf der Bühne zu beobachten. Davor saß und stand das Publikum, wir schoben uns langsam in eine Nische, die so ungünstig lag, dass wir sogar eine freie Bank fanden. Zwischen diesem Platz und der Bühne gab es einen Übergang zu einem indischen Restaurant. Davor führte eine Treppe abwärts zu den Toiletten und dem Aufwärmraum für die Musiker, der sich ungefähr „under-, nicht backstage“ befand. (…)

 

Die Einrichtung bestand zu einem großen Teil aus hohlen Mauersteinen, über die kunstlederbezogene, zerschlissene Sitzbänke gelegt waren, die jahrelang ihren Dienst in den öffentlichen Verkehrsmitteln der Berliner Verkehrsbetriebe getan hatten. Glücklich diejenigen, die im Rücken eine Wand hatten. Die Tische waren ähnlich konstruiert, anstelle der Sitzbänke die Steine mit schweren Holzplatten belegt. Auf denen standen leere, großbauchige Flaschen, umfunktioniert zu Kerzenständern, mit Kerzen, deren flüssiges Wachs den Touch von einem Tropfsteingebilde hatten und die Tische bekleckerten. Dabei gaben sie aber ein warmes, gemütliches, wenn auch nicht sehr helles Licht ab, das die dicht gedrängten, verschwitzten Gesichter der Gäste gut in Szene setzte. Die flackernden Dochte und die daraus resultierenden Schattenspiele taten ihr übriges. Zwischen diesen Reihen von gebückt sitzenden und stehenden Menschen gelang es dem bedienenden Raffael laufend, immer wieder neue Ladungen Bier heranzuschaffen, eine konditionelle und akrobatische Leistung sondergleichen.

 

(…)

 

Einlass war pünktlich um 19.00 Uhr und zum Zeitvertreib konnte man auch hier die üblichen Sprüche lesen, die den gesamten Eingangsbereich neben den großen Buchstaben „GO-IN“ verzierten. Der Eintritt lag bei einer Deutschen Mark. (…) Sehr schnell wurde man mit dem Konzept des GO-Ins vertraut. Alle Fäden liefen bei Jo Dieckmann zusammen, der jeden Abend unter dem Leitmotiv „GO-IN – ein Forum für Aktive“ pünktlich nach RIAS-Zeit um 21.00 Uhr das Programm eröffnete. Zu diesem Zeitpunkt war dann schon kein Sitzplatz mehr zu bekommen, obwohl, oder auch gerade weil zu dieser „frühen“ Stunde nicht mit bekannten Künstlerinnen oder Künstlern gerechnet werden konnte. Die ersten 60 Minuten gehörten denjenigen, die mit einem gesunden, manchmal auch ungesunden Selbstvertrauen, dem Leitmotiv folgend, auf der Bühne ihre Chance bekamen. Die Entscheidung, ob man wiederkommen durfte und eine weitere Möglichkeit der Präsentation bekam, lag letztendlich bei den Reaktionen der Gäste. (…)

 

Auf der Bühne musste man sich präsentieren, wurde beobachtet und bekam letztendlich seinen Lohn in Form von Aufmerksamkeit und Applaus. Da immer ein gewisser Geräuschpegel im Raum vorherrschte, musste man als Künstler schon ein ziemlich dickes Fell haben. Einige kapitulierten sehr schnell, man sah sie nur noch in Einzelfällen wieder. Wurde es bei solchen „Premieren“ plötzlich stiller im Raum – allerdings ein sehr seltener Zustand – konnte man davon ausgehen, bei der Weichenstellung für eine mögliche Karriere, in welchem Umfang sie sich auch später entwickelte, dabei gewesen zu sein. Je öfter man dieses Schauspiel beobachtete, um so mehr bekam man selber ein Gefühl für die Bühnentauglichkeit einer Künstlerin oder eines Künstlers. Schon das Betreten der Bühne konnte dabei ausschlaggebend sein. (…)

 

Wer eine gewisse Präsenz ausstrahlte, hatte die erste schwere Hürde zu einer positiven Aufnahme bereits genommen, allerdings mussten dann natürlich auch noch Taten folgen. Bis ca. 22:00 Uhr stellten sich auf diese Weise zwei bis drei „Newcomer“ vor, dann folgten noch mindestens zehn Programmpunkte, bis es zumindest in den Sommermonaten draußen bereits wieder hell wurde. Vier, fünf Lieder plus Zugabe, dann folgten die Nächsten, und je länger die Nacht wurde, so besser wurde

das Programm. (…)

 

Die Vielzahl von unterschiedlichen Beiträgen an jedem Abend hatte, durch die ständige Abwechslung, ihren ganz besonderen Reiz. Unterschiedliche Musikrichtungen aus den verschiedensten Ländern, unbekannte Instrumente. Musik mit ungewohnten, aufregenden Klangfarben und neuen Rhythmen. Selbst wenn einem persönlich der eine oder andere Beitrag nicht ganz so gut gefiel, irgend etwas Neues, Packendes war immer mit dabei.

* Erhard Rothe: Leben mit Musik 2011

Was ich den Runden Tisch am Eingang vermisse .... (Gibts da nicht auch ein Lied drüber?) Regine S. - immer mit nem Glas Weißwein mit Fanta, Rauschi - NEIN DANKE! - Alle Blattschüsser, (Hans mit seinen Kreisler Liedern, Michael Z., Keller-Wolfgang, Kaffee- Wolfgang, Reiner Kesselhut, der immer alles von uns aufgenommen hat, "Prominenz", die sich reingetraut hatte, weil man sie in Ruhe liess, Der Kleene Christian,der bei Joe Kucera Saxophon spielen gelernt hatte, Jo`s Freund, dessen Namen ich vergessen hab, der mal die beiden Siamkatzen mitbrachte, den Geruch nach abgestandenem Wein, Bier und Rauch, Krach, Lachen und auch Ruhe, wenn etwas Besonderes auf der Bühne stattfand. Bühnenumbau, (von vorne nach hinten Richtung Klo), Bob Klein, Chris Franklin, Horst Koch, Maik Wolter (in den war ich soooo verliebt) mit seinem Freund auf der Bühne, der sich in Stammheim das Leben genommen hatte, Mr. "Dankeschön", der wie viele andere im "Bermudadreieck tingelte. (Wir haben alle für seine Beerdigung gesammelt. Guitarcruscher Wo selbst Jo immer bedenklich geguckt hat, Carola Adams, das "Gedenktagsensemble" mit meinem Herrn Bruder, mir , Micha Z. und wechselnden Protagonisten, die junge Frau, die später "Herzilein" geschrieben hat, Schade, dass ich nach der Schliessung so gut wie keine Fotos retten konnte. Mein späterer Mann Werner hat mal über den späteren Besitzer , der die Bühne wieder rückgebaut hat, einen Song namens Lollipop geschrieben. Wie hiess eigentlich der Zapfer mit seinem Riesenhund Snoopie? Gibt es das Ali Baba noch und das Kalkutta? Ich vermisse Euch alle!

Susanne Lämmerhirt 2023

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